Antike römische Sonnenuhr mit horizontalem Schattenstab auf einer Säule vor dem Apollo-Tempel in Pompeji
Der Lauf der Sonne zeigt uns auf eindrückliche Art den Lauf der Zeit. Sonnenuhren waren denn auch die ersten Zeitmesser. Unsere Art, die Zeit einzuteilen, hat sich jedoch erst langsam im Verlauf der Geschichte entwickelt. Woher kommen also unsere Stunden?
Werkzeug zur Herstellung von Hohltrieben, Schwarzwald, vor 1850 (Inv.-Nr. 1997-031)
150 Jahre sind eine lange Zeit. Heute lebt niemand mehr, der sich daran erinnern könnte, was vor so vielen Jahren geschehen ist. Wenn wir dennoch etwas über die Menschen dieser Epoche erfahren wollen, müssen wir untersuchen, was schriftlich überliefert wurde. Dabei kommen spannende Einblicke in das damalige Leben zutage.
Galvanoplastische Kopie einer Tischuhr von Jeremias Metzker (Augsburg 1564), Inv. 33-2177.
Wirtschaftswachstum und Börsencrashs, Fortschrittsglaube und Traditionsbewusstsein, alte und neue Eliten. Das gab’s schon früher! Drastische Veränderungen prägten auch das 19. Jahrhundert und viele suchten Halt und Orientierung in der Vergangenheit. Sinnbildlich hierfür steht die Uhr: Das galvanoplastisch kopierte Gehäuse ist mit damals modernen Produktionsmethoden hergestellt. Das Design entspringt jedoch der Renaissance.
209 Junghans „Trivox“ Wecker, aufgereiht hinter den Kulissen des Museums.
Die Sonderausstellung „Rasselbande – Die Wecker kommen“ geht in eine neue Runde und empfängt Sie ab April 2018 mit großen Lettern direkt am Ortseingang Furtwangen. In der aktuellen Sonderausstellung können Sie es ordentlich klingeln lassen: Wecker mit glockenhellen Klängen, Kuckucksrufen oder im sonoren Dauerpiepen der 1970er Jahre. Dafür laufen im Hintergrund einige Vorbereitungen.
Immer wieder werden wir nach besonderen Uhren gefragt, die man im Deutschen Uhrenmuseum unbedingt gesehen haben sollte. Aus diesem Grund gibt es die „Zwölf Glanzstücke“. Einige unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stellen hier ihren Favoriten vor. Manuela Lübben-Konstantinoff, Museumspädagogin im Deutschen Uhrenmuseum, hat sich für die Wecker-Mädchen entschieden und erzählt uns heute, warum.
Zeichnung eines unbekannten Museumsgastes im Gästebuch des Deutschen Uhrenmuseums
Wer den Schwarzwald bereist, schätzt meistens die Naturlandschaft, die Wanderwege, die Ruhe und teilweise Abgeschiedenheit. Für viele Leute eine perfekte Urlaubsregion zum Erholen und Entspannen. Dass die Region ebenfalls eine reichhaltige Kulturlandschaft ist, können Touristen in den zahlreichen Museen erfahren. Von der Überraschung über diesen kulturellen Reichtum im sogenannten „ländlichen Raum“ zeugen die Einträge in unserem Gästebuch.
Wie spät ist es anderswo? Zifferblatt einer Taschenuhr, um 1890, Inv. 45-3610
Hätten Sie es gewusst? Seit genau 125 Jahren richten sich die Uhren in Deutschland nach Mitteleuropäischer Zeit. Am 1. April 1893 wurde sie per Reichsgesetz eingeführt.
Was unsere Zeitordnung mit der Eisenbahn zu tun hat, lesen Sie hier.
Kastenuhr mit Glasschild „Drei Kaiser“, Schwarzwald, um 1890, Inv. 2018-002
Das Jahr 1888 ging als „Dreikaiserjahr“ in die Geschichtsbücher ein, in dem drei Deutsche Kaiser herrschten: Im März starb Wilhelm I., der erste Deutsche Kaiser. Sein Nachfolger, Friedrich III., starb nach 99 Tagen, so dass Wilhelm II. an die Macht kam. Alle vereint sind sie auf unserem Objekt des Monats April 2018 dargestellt.
Keine Hausaufgaben, kein trockener Lernstoff, keine Prüfungen – Schule kann auch anders aussehen. Zumindest dann, wenn es Abwechslung vom Schulalltag gibt und die Kinder aus der Schule herauskommen. Dieses Ziel verfolgt der Verbund der Naturparkschulen Südschwarzwald. Ein Ausflugsziel: Das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen.