Spindelkloben – kleine Fenster in die Zeitgeschichte

Taschenuhrwerk mit filigran verziertem Unruhkloben. J. F. Bürger, Blankenburg um 1800. Inv.Nr. K-0852

Die Entwicklung der Taschenuhren verlief im 18. Jahrhundert stürmisch. Gab es um 1700 noch viele Uhren mit nur einem Stundenzeiger, so war am Ende des Jahrhunderts selbst der Sekundenzeiger keine Seltenheit mehr. Das tickende Herz all dieser Taschenuhren blieb jedoch die hin- und herschwingende Unruh. Damit diese beim Öffnen des Gehäuses keinen Schaden nahm, wurde sie geschützt durch den „Unruhkloben”.

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Vom Ende der Schwarzwälder Holzuhrmacherei. Ein Augenzeuge berichtet

Vor einigen Wochen berichteten wir über die Erlebnisse des jungen Uhrmachers Berthold Schneider (1870-1957) in der Uhrenfabrik Mauthe. Gelernt hatte er die Uhrmacherei in einer der letzten Werkstätten für Holzuhren im Schwarzwald bei Matthäus Scherer (Bild links). Lesen Sie hier seinen Bericht über die Lehrzeit. Weiterlesen “Vom Ende der Schwarzwälder Holzuhrmacherei. Ein Augenzeuge berichtet”

Ein echter Chronograph für 45 D-Mark

1969 entwickelte die DDR-Uhrenfirma “Ruhla” einen Chronographen mit stark vereinfachter Mechanik. Stolz behauptet die Patentschrift: “Mit wenigen mechanischen Mitteln wurde ein zuverlässiger Chronographenmechanismus auch für billige Gebrauchsuhren geschaffen.” Der neuartige Mechanismus bestand aus lediglich elf Teilen.

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“Wo die Frau noch Dame sein darf”

„Keine Angst, wir kommen noch rechtzeitig…“ Inserat der Firma Roamer (Ausschnitt), Schweiz 1963 (Archiv Deutsches Uhrenmuseum)


Unter diesem Titel schrieb Katharina Pfannkuch in der FAZ einen Artikel über die Speisekarten ohne Preise, die noch in der Nachkriegszeit in besseren Restaurants den weiblichen Gästen gereicht wurde. Die Rollen waren damals noch klar verteilt: Er bezahlt, sie macht sich hübsch.

 

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Wo ist die Grenze?

Am 9. November jährt sich zum dreißigsten Mal der Mauerfall. Die Bilder von freiheitsuchenden Menschen, die an diesem Novemberabend des Jahres 1989 über die Grenze zwischen DDR und BRD strömten, hat sich als emotionale Zäsur in das allgemeine Gedächtnis Deutschlands eingegraben. Jahre zuvor waren solche Bilder aber noch unvorstellbar. Eine Uhr der 1970er Jahre verrät uns mehr dazu.

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Deutsche Uhrenstraße – immer dem Ticken nach

Auf fast 320 km verläuft die Deutsche Uhrenstraße durch den Schwarzwald und die östlich angrenzende Baar. Mit Höhenlagen von 250 m bis 1100 m eröffnen sich dabei immer wieder großartige Aussichten. Ob als Uhrenexperte oder mit dem Mountainbike: Auf dieser Strecke haben alle die Möglichkeit, Uhrengeschichte zu erfahren.
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Katz und Maus am österreichischen Zoll

Am 10. September 1888 verließ der junge Uhrmacher Berthold Schneider den Schwarzwald. Wie viele andere Handwerker begann der 18jährige ein Leben als Fabrikarbeiter, zunächst am Bodensee. Denn im österreichischen Bregenz hatte die aufstrebende Schwenninger Uhrenfirma Friedrich Mauthe ein Zweigwerk errichtet. Lesen Sie hier Schneiders Bericht. Weiterlesen “Katz und Maus am österreichischen Zoll”