Exportschlager Lackschilduhr

Schildermalerin, Lucian Reich, 1855

Würden Sie sich ein rohes Uhrwerk in die Wohnung hängen? Oder bevorzugen Sie eine dekorative Uhr, die zu Ihrer Einrichtung passt? Solche Überlegungen spielten schon früh im Schwarzwälder Uhrengewerbe eine Rolle – denn aufwendig gestaltete Zifferblätter verkauften sich gut. Dieser Beitrag widmet sich dem typischen Gesicht der Schwarzwalduhr im 19. Jahrhundert: Dem Lackschild.

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Wie die Schwarzwälder Holzuhren bauten

Typische Schwarzwälder Uhrmacherwerkstätte des 19. Jahrhunderts

Die unscheinbaren Schwarzwälder Holzuhren des 18. Jahrhunderts stehen am Beginn eines beispiellosen Erfolgs. Doch was ermöglichte den Siegeszug der Schwarzwalduhren? Welches waren die Erfolgsrezepte der Uhrmacher? Und waren die Schwarzwälder wirklich so innovativ, wie heute noch behauptet wird?

 

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Aus der Lebenswelt der Uhrmacher – Teil 2

Maschine zum Herstellen von Uhrenketten, Gütenbach im Schwarzwald, um 1860. Inv.-Nr. 19-1013

Im letzten Monat konnten Sie bereits einen Einblick in den Arbeitsalltag der Schwarzwälder Uhrmacher im 19. Jahrhundert bekommen. Lange Arbeitstage und strenge Aufsicht gehörten dazu. Doch wie sah es mit dem Geld aus? Und was passierte, wenn ein Arbeiter krank wurde?
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Stroh zu Gold flechten?

Schwarzwalduhr mit Darstellung einer Strohflechterin (Ausschnitt).

Eine Uhr, dekoriert mit Strohbändern und dem Bild einer Strohflechterin, die in ihrer Sonntagstracht arbeitet – schon um 1900 war das ein nostalgisches Erinnerungsstück an die „gute alte Zeit“. Doch was hatte es mit der Strohflechterei im Schwarzwald auf sich? Und war die alte Zeit wirklich so gut?

 

 

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Woher kommen unsere Stunden?

Antike römische Sonnenuhr mit horizontalem Schattenstab auf einer Säule vor dem Apollo-Tempel in Pompeji

Der Lauf der Sonne zeigt uns auf eindrückliche Art den Lauf der Zeit. Sonnenuhren waren denn auch die ersten Zeitmesser. Unsere Art, die Zeit einzuteilen, hat sich jedoch erst langsam im Verlauf der Geschichte entwickelt. Woher kommen also unsere Stunden?

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Aus der Lebenswelt der Uhrmacher

Werkzeug zur Herstellung von Hohltrieben, Schwarzwald, vor 1850 (Inv.-Nr. 1997-031)

150 Jahre sind eine lange Zeit. Heute lebt niemand mehr, der sich daran erinnern könnte, was vor so vielen Jahren geschehen ist. Wenn wir dennoch etwas über die Menschen dieser Epoche erfahren wollen, müssen wir untersuchen, was schriftlich überliefert wurde. Dabei kommen spannende Einblicke in das damalige Leben zutage.

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Renaissance 2.0

Galvanoplastische Kopie einer Tischuhr von Jeremias Metzker (Augsburg 1564), Inv. 33-2177.

Wirtschaftswachstum und Börsencrashs, Fortschrittsglaube und Traditionsbewusstsein, alte und neue Eliten. Das gab’s schon früher! Drastische Veränderungen prägten auch das 19. Jahrhundert und viele suchten Halt und Orientierung in der Vergangenheit. Sinnbildlich hierfür steht die Uhr: Das galvanoplastisch kopierte Gehäuse ist mit damals modernen Produktionsmethoden hergestellt. Das Design entspringt jedoch der Renaissance.

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125 Jahre Mitteleuropäische Zeit in Deutschland

 

Wie spät ist es anderswo? Zifferblatt einer Taschenuhr, um 1890, Inv. 45-3610

Hätten Sie es gewusst? Seit genau 125 Jahren richten sich die Uhren in Deutschland nach Mitteleuropäischer Zeit. Am 1. April 1893 wurde sie  per Reichsgesetz eingeführt.

Was unsere Zeitordnung mit der Eisenbahn zu tun hat, lesen Sie hier.

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Eins und dreimal acht: Drei Kaiser an der Macht

Kastenuhr mit Glasschild „Drei Kaiser“, Schwarzwald, um 1890, Inv. 2018-002

Das Jahr 1888 ging als „Dreikaiserjahr“ in die Geschichtsbücher ein, in dem drei Deutsche Kaiser herrschten: Im März starb Wilhelm I., der erste Deutsche Kaiser. Sein Nachfolger, Friedrich III., starb nach 99 Tagen, so dass Wilhelm II. an die Macht kam. Alle vereint sind sie auf unserem Objekt des Monats April 2018 dargestellt.

 

 

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