Glanzstücke im Deutschen Uhrenmuseum (Teil I)

Astronomisch-geographische Kalenderuhr von Thaddäus Rinderle.

Was haben eine Kirchturmuhr von 1775 aus Breisach, eine astronomisch-geographische Uhr von Pater Rinderle, eine Türmchenuhr von Michael Wagner und die älteste Schwarzwalduhr gemeinsam? Sie zählen zu den zwölf „Glanzstücken“ des Deutschen Uhrenmuseums. Die astronomisch-geographische Uhr von Pater Thaddäus Rinderle gehört zu den originellsten Schöpfungen der so genannten Priestermechaniker. Dr. Johannes Graf, der stellvertretende Direktor und wissenschaftliche Mitarbeiter des Uhrenmuseums, hat sie als sein persönliches „Glanzstück“ gewählt.

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Kuckucksuhren im 20. Jahrhundert

 

Jockele-Uhr, das preiswerte Souvenir (aus einem Prospekt für Schyle-Uhren, Schonach, 1930er Jahre)

Was halten Sie von der Kuckucksuhr? Schick oder scheußlich? Geschmacksverirrung oder Designerstück? Die Meinungen darüber gehen weit auseinander, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Varianten, die heute hergestellt werden. Die Kuckucksuhr ist immer noch eines der bekanntesten Markenzeichen des Schwarzwaldes. Doch wie erging es dem Kuckuck in den letzten hundert Jahren?

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Das Pferd von hinten aufzäumen

Lackschilduhr mit gespiegeltem Zifferblatt und rückwärtsgehenden Zeigern, Mitte 19. Jahrhundert.

Erkennen Sie, wie spät es ist? Nein, nicht neun Minuten nach Zehn! Bei genauerem Betrachten der Uhr wird klar: Die Zeiger laufen gegen den Uhrzeigersinn, also rückwärts. Da aber das komplette Ziffernblatt spiegelverkehrt aufgemalt wurde, läuft die Uhr insgesamt doch vorwärts. Doch was ist der Sinn einer spiegelverkehrten Uhr? Ist sie ein Scherzartikel oder hat sie eine nützliche Funktion?

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Uhrmacher plant Kirchenbau

Lackschilduhr mit Darstellung der „Kath. Nothkirche Furtwangen“.

1875 plante der Furtwanger Uhrmacher Irenäus Eschle den Bau einer Kirche. Doch warum? Zu dieser Zeit tobte im Deutschen Reich ein erbitterter Streit zwischen katholischer Kirche und Staat. Im „Kulturkampf“ diskutierte man die Fragen, ob der Papst unfehlbar sei und wie viel Einfluss die Kirche im Staat ausüben durfte. Dies teilte auch Furtwangen in zwei Lager.

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Wecker – typische Schwarzwalduhren?

Ob piepsend, klingelnd oder mit Musik: Wecker reißen uns morgens aus dem Schlaf, erinnern uns an wichtige Termine oder sorgen dafür, dass der Kuchen im Ofen nicht anbrennt. Doch dieses nützliche und gleichzeitig lästige Geräusch gibt es nicht erst seit ein paar Jahrzehnten. Wecker wurden über Jahrhunderte hergestellt – nicht zuletzt im Schwarzwald. Und mit ihren Bauformen änderten sich ihre Wecktöne.

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Sie sind zurück! Sechs Uhren waren ein halbes Jahrhundert verschwunden (Teil 2)

Schwarzwalduhren im Wuppertaler Uhrenmuseum

Das Deutsche Uhrenmuseum konnte bei der Versteigerung des Wuppertaler Uhrenmuseums der Familie Abeler sechs Holzuhren erwerben. Diese Stücke waren bis in die 1950er Jahre bereits einmal Teil der Furtwanger Sammlung gewesen.

Vergangene Woche konnen Sie lesen, wie die Uhren erst nach Wuppertal und dann wieder zurück nach Furtwangen kamen. Nun wird das Geheimnis gelüftet: Um welche Uhren handelt es sich? Weiterlesen “Sie sind zurück! Sechs Uhren waren ein halbes Jahrhundert verschwunden (Teil 2)”

Das Bahnhäusle – ein Jahrhundertdesign aus Furtwangen (Teil 3)

Hand aufs Herz: Kuckucksuhren sind Trash, oder? Dennoch ist die Pracht vieler Kuckucksuhren aus dem späten 19. Jahrhundert beeindruckend. Ich staune immer wieder, wie detailreich die Schnitzereien ausgeführt sind. Selbst die Nähte der Pulvertaschen sind fein herausgearbeitet! Aber wer konnte und wollte so einen Aufwand bezahlen? Diese Frage stellten sich schon viele Zeitgenossen Anfang des 20. Jahrhunderts, als nach der überbordenden Dekorationswut des Historismus eine neue Schlichtheit ausgerufen wurde. Wie die gloriose Epoche der hochwertigen Kuckucksuhren zu Ende ging, lesen Sie in Teil 3 des Berichts über die “Bahnhäusle-Kuckucksuhr”.

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Das Bahnhäusle – ein Jahrhundertdesign aus Furtwangen (Teil 2)

Fast jeder kennt sie: die klassische Schwarzwälder Kuckucksuhr mit ihren üppigen Schnitzereien an der Vorderseite. Aber nur die wenigsten wissen, wie eine solche Uhr vor 100 bis 150 Jahren hergestellt wurde? Was kostete sie? In welchen Ländern wurde sie damals verkauft? Diese und weitere Fragen lesen Sie in Teil 2 des Berichts über das berühmte Souvenir aus dem Schwarzwald.

 

 

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Die ersten Schwarzwälder Kuckucksuhren (Teil 2)

Der Vogelfänger wartet vergeblich auf den Kuckuck, Mustergehäuse nach Entwurf von H. Frank, 1850er Jahre, Höhe: 52 cm. (Inv. 18-0224)

Jeder Tourist glaubt zu wissen, wie eine Kuckucksuhr auszusehen hat. Aber der Weg zur Kuckucksuhr im Häuschen mit den üppigen Tier- und Pflanzenschnitzereien war lang. Bevor der Schwarzwälder Kuckuck sein eigenes Heim beziehen konnte, war er zu Gast in vielen Formen der Schwarzwalduhr. Lesen Sie dazu mehr im Teil 2 des Berichts über die ersten Schwarzwälder Kuckucksuhren. Weiterlesen “Die ersten Schwarzwälder Kuckucksuhren (Teil 2)”