Sackgasse

Werk “motolectric W16B”, J. Kaiser, Villingen, um 1970.

Hannover-Messe, 1963: Die Firma J. Kaiser aus Villingen stellt mit „motolectric“ ein neuartiges elektrisches Uhrwerk vor. Damals galten batteriebetriebene Uhren als zukunftsträchtig. Mit dem „einzigen System seiner Art“ antwortete die Firma auf den technologischen Wandel. Was war daran so einzigartig?

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Wie die Schwarzwälder Holzuhren bauten

Typische Schwarzwälder Uhrmacherwerkstätte des 19. Jahrhunderts

Die unscheinbaren Schwarzwälder Holzuhren des 18. Jahrhunderts stehen am Beginn eines beispiellosen Erfolgs. Doch was ermöglichte den Siegeszug der Schwarzwalduhren? Welches waren die Erfolgsrezepte der Uhrmacher? Und waren die Schwarzwälder wirklich so innovativ, wie heute noch behauptet wird?

 

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“Dierlepabier”

Uhrwerk mit Seitentürchen, Werk: Sebastian Kienzler, Schwarzwald, um 1780.

Cambridge in England, 4. Juni 1841: Der Uhrenhändler Andreas Löffler bestellte bei seinen Eltern in St. Märgen Nachschub. Auf seiner Liste finden wir neben Uhrwerken, Lackschildern und Ketten auch ein „Buch Dierlepabier“. Doch was hat es damit auf sich?

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Schwarzwalduhren – seit 300 Jahren ein Erfolg

Die Schwarzwaldidylle als Uhr, um 1950 (Inv. 2006-001)

Hand aufs Herz: Wer denkt bei Schwarzwalduhr nicht als erstes an den Kuckuck? Klar, dass wir bereits die interessante Geschichte dieses beliebten Souvenirs made in Germany erzählt haben.

Doch im Schwarzwald wurden auch alle anderen Arten von Zeitmessern für den Alltag gebaut – vom Wecker über die Küchenuhr bis hin zur Standuhr. Dank ihres günstigen Preises waren sie in fast jeder Wohnung zu finden. In einer neuen Serie berichten wir über 300 Jahre Uhrenherstellung im Schwarzwald.

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Girls’Day im Deutschen Uhrenmuseum

„Typisch männlich“, „typisch weiblich“ – manche Berufe sind immer noch mit diesen Klischees behaftet. Dass es auch anders geht, zeigt jedes Jahr der Girls’Day. An diesem Tag probieren Schülerinnen Berufe wie Uhrmacher aus, die meist eher von Männern ausgeübt werden. Auch das Deutsche Uhrenmuseum beteiligte sich an dieser Aktion mit einem Schnuppertag in der Restaurierungswerkstatt.

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Stroh zu Gold flechten?

Schwarzwalduhr mit Darstellung einer Strohflechterin (Ausschnitt).

Eine Uhr, dekoriert mit Strohbändern und dem Bild einer Strohflechterin, die in ihrer Sonntagstracht arbeitet – schon um 1900 war das ein nostalgisches Erinnerungsstück an die „gute alte Zeit“. Doch was hatte es mit der Strohflechterei im Schwarzwald auf sich? Und war die alte Zeit wirklich so gut?

 

 

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Eins und dreimal acht: Drei Kaiser an der Macht

Kastenuhr mit Glasschild „Drei Kaiser“, Schwarzwald, um 1890, Inv. 2018-002

Das Jahr 1888 ging als „Dreikaiserjahr“ in die Geschichtsbücher ein, in dem drei Deutsche Kaiser herrschten: Im März starb Wilhelm I., der erste Deutsche Kaiser. Sein Nachfolger, Friedrich III., starb nach 99 Tagen, so dass Wilhelm II. an die Macht kam. Alle vereint sind sie auf unserem Objekt des Monats April 2018 dargestellt.

 

 

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Glanzstücke im Deutschen Uhrenmuseum (Teil II)

Deutsche Reichskolonialuhr, Badische Uhrenfabrik, Furtwangen, um 1905.

Was hat es mit der Reichs-Kolonial-Uhr auf sich?
Immer wieder werden wir nach besonderen Uhren gefragt, die man im Deutschen Uhrenmuseum unbedingt gesehen haben sollte. Aus diesem Grund gibt es die „Zwölf Glanzstücke“.
Einige unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stellen hier ihren Favoriten vor. Unser Museumspädagoge Robert Werner hat die Reichs-Kolonial-Uhr als sein liebstes Stück gewählt.

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Glanzstücke im Deutschen Uhrenmuseum (Teil I)

Astronomisch-geographische Kalenderuhr von Thaddäus Rinderle.

Was haben eine Kirchturmuhr von 1775 aus Breisach, eine astronomisch-geographische Uhr von Pater Rinderle, eine Türmchenuhr von Michael Wagner und die älteste Schwarzwalduhr gemeinsam? Sie zählen zu den zwölf „Glanzstücken“ des Deutschen Uhrenmuseums. Die astronomisch-geographische Uhr von Pater Thaddäus Rinderle gehört zu den originellsten Schöpfungen der so genannten Priestermechaniker. Dr. Johannes Graf, der stellvertretende Direktor und wissenschaftliche Mitarbeiter des Uhrenmuseums, hat sie als sein persönliches „Glanzstück“ gewählt.

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Kuckucksuhren im 20. Jahrhundert

 

Jockele-Uhr, das preiswerte Souvenir (aus einem Prospekt für Schyle-Uhren, Schonach, 1930er Jahre)

Was halten Sie von der Kuckucksuhr? Schick oder scheußlich? Geschmacksverirrung oder Designerstück? Die Meinungen darüber gehen weit auseinander, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Varianten, die heute hergestellt werden. Die Kuckucksuhr ist immer noch eines der bekanntesten Markenzeichen des Schwarzwaldes. Doch wie erging es dem Kuckuck in den letzten hundert Jahren?

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