“Zeit für Zukunft” – ein künstlerisch-dialogisches Vermittlungsprojekt

Seit März 2022 ist das Deutsche Uhrenmuseum Teil des Förderprojektes “Weiterkommen” des Zentrums für kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg. Es ermöglicht, die Bereiche Kulturelle Teilhabe, Bildung und Vermittlung an den jeweiligen Häusern zu stärken.
Nun wird es konkret! 

 

Die Wände sprechen eine neue Sprache: Weiß auf Schwarz können wir alle ab Oktober unsere Gedanken zum Thema “Zukunft” auf der riesigen Tafelwand notieren. Dank ausgreifender Bodenmarkierungen ist die Kunstinstallation im Hauptgebäude der HFU nicht zu verfehlen.

 

Das Projekt „Zeit für Zukunft“ wurde bereits 2021 angeschoben. Im Mittelpunkt steht die Öffnung des Deutschen Uhrenmuseums für gesellschaftliche Fragestellungen. Wie kann es gelingen,  das Museum – das ein Eigenbetrieb der Hochschule Furtwangen (HFU) ist – als Erfahrungsraum und Plattform für die Studierenden der Hochschule zu öffnen?

„Wir denken alle dauernd über unsere Zukunft nach”
bemerkte ein studentisches Teammitglied gleich zu Beginn,“und sprechen darüber, was wir nach dem Studium machen“. So wurde „Zeit für Zukunft“ schnell der geeignete Titel für das Projekt.

Dies sind die Partner:innen des Projekts:

  • Dr. Susanne Bosch ist Künstlerin und artistic researcher. Sie arbeitet an langfristigen Fragen, die sich mit Konzepten von Demokratie und nachhaltigen Zukünften beschäftigt.
  • Alice Hörner und Jan Finkbeiner vertreten in unserem Projekt S.N.O.W. , einen Zusammenschluss von Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen und Hochschulen, die sich im Bereich der offenen Wissenschaft engagieren.
  • Prof. Dr. Stefan Selke lehrt an der Hochschule Furtwangen „Gesellschaftlichen Wandel“ und ist Forschungsprofessor für „Transformative öffentliche Wissenschaft“.
  • Robert Werner (Kulturvermittler) und Nicole Deisenberger (Direktorin) vertreten im Projekt das Deutsche Uhrenmuseum.

Teilhabe umfasst auch Nachdenken
Das Projektteam ist interessiert daran, dieses Nachdenken über Zeit und Zukunft öffentlich zu machen. Mit einem künstlerisch-dialogischen Ansatz entwickeln wir Formate, die das Uhrenmuseum für die Hochschule, vor allem aber für die Studierenden, öffnen. Unser Ziel ist eine lebendige, diskursive, interdisziplinäre Auseinandersetzungskultur. Die Teilhabe daran steht den Studierenden, aber auch der Öffentlichkeit zu.

In diesem gedanklichen Rahmen fanden im Frühjahr 2022 zwei Abendveranstaltungen des Studium Generale im Museum statt (“RePair Democracy – Entwicklungen zur Wiederherstellung von Demokratie” mit Dr. Robert Jende, München und “Die Suche nach dem Wunschland oder: Die Poesie der Hoffnung” mit Prof. Dr. Stefan Selke, Furtwangen ).

Künstlerische Installation sammelt Gedanken
Nach einem Feedbackgespräch mit Studierenden von Professor Selke verdichteten sich die Planungen zu einer großen interaktiven Installation, die im Erdgeschoss der Hochschule zum aktiven Mitmachen und Gedankenaustausch einlädt.

Hierzu wandelte Susanne Bosch mehrere Meter Gebäudewand in eine große schwarze Kreidetafel um, auf der Fragen zu Zukunft und Zeit gestellt werden. Mit einem Stück Kreide kann jede und jeder Gedanken und individuelle Antworten hinzufügen. Zusätzlich lenken Bodenmarkierungen durch die Gebäude der Hochschule zur Tafelwand und laden dazu ein, sich auf das Thema „Zeit“ einzulassen.

Daneben entsteht an der Durchgangstüre zum Museum eine durchlässige Text-Zeichnung Installation, die Hochschule und Arbeitsräume des Uhrenmuseums miteinander verknüpft.

 

 

 

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