Hand aufs Herz: Kuckucksuhren sind Trash, oder? Dennoch ist die Pracht vieler Kuckucksuhren aus dem späten 19. Jahrhundert beeindruckend. Ich staune immer wieder, wie detailreich die Schnitzereien ausgeführt sind. Selbst die Nähte der Pulvertaschen sind fein herausgearbeitet! Aber wer konnte und wollte so einen Aufwand bezahlen? Diese Frage stellten sich schon viele Zeitgenossen Anfang des 20. Jahrhunderts, als nach der überbordenden Dekorationswut des Historismus eine neue Schlichtheit ausgerufen wurde. Wie die gloriose Epoche der hochwertigen Kuckucksuhren zu Ende ging, lesen Sie in Teil 3 des Berichts über die „Bahnhäusle-Kuckucksuhr“.
Weiterlesen „Das Bahnhäusle – ein Jahrhundertdesign aus Furtwangen (Teil 3)“

Fast jeder kennt sie: die klassische Schwarzwälder Kuckucksuhr mit ihren üppigen Schnitzereien an der Vorderseite. Aber nur die wenigsten wissen, wie eine solche Uhr vor 100 bis 150 Jahren hergestellt wurde. Was kostete sie? In welchen Ländern wurde sie damals verkauft? Diese und weitere Fragen lesen Sie in Teil 2 des Berichts über das berühmte Souvenir aus dem Schwarzwald.
Wussten Sie, dass das geschnitzte Häuschen mit dem Kuckuck am Ort des Deutschen Uhrenmuseums erfunden wurde? Dass der „Uhr-Ahn“ des typischen Schwarzwaldsouvenirs ein Bahnwärterhäuschen war? Und dass die Kuckucksuhr um 1850 als hochmoderne Uhr galt?

Eigentlich sind typische Kuckucksuhren ja Mini-Bahnhäusle. Die „weltgrößten“ Kuckucksuhren haben sie lediglich wieder auf Originalgröße gebracht!
Werner Steins dickleibiges Nachschlagewerk Kulturfahrplan weiß fast alles. „Wann wurde die Kuckucksuhr erfunden?“ Antwort: „1738, und zwar im Schwarzwald.“